Stamm Geschwister Scholl - Rüppurr/Beiertheim
 
 
 

INHALT:

Sommerlager 2011

Zeitlos


von Manuel

 

Im August machte sich der Pfadfinderstamm Geschwister Scholl aus Rüppurr wieder zum alljährlichen Sommerzeltlager auf. Diesmal ging es zusammen mit dem befreundeten Stamm Francesco aus Wolfartsweier in die Pfalz nach Waldhambach.
Auf dem Lagerplatz angekommen, begannen wir unsere Zelte aufzustellen, in denen wir die kommende Woche übernachteten, ein Lagertor zu bauen und Feuerholz für ein gemütliches Lagerfeuer zu sammeln.


Am ersten Abend bekamen wir Besuch von einem mysteriösen Fremden, der unsere Hilfe benötigte, denn ihm und dem Rest der Welt war sämtliche Zeit gestohlen worden. Da es aber schon recht spät war, vertagten wir die Suche nach der Zeit auf den nächsten Tag.


Wir hatten Glück, denn am nächsten Tag kam zufällig ein fliegender Händler vorbei, der Zeitsand im Angebot hatte, mit dem wir die Uhr der Zeit wieder zum Laufen bringen wollten. Er forderte jedoch von uns eine alte Silbermine ausfindig zu machen, welche von Geistern bewacht wurde und ihm mit dem Silber der Mine die Zeit abzukaufen. Nun mussten wir noch bis zur Dunkelheit warten, um die Geister zu vertreiben. Wir verbrachten also den Tag mit Spielen und bauten den Lagerplatz weiter aus. Abends war es dann so weit: Wir konnten uns bis zur alten Silbermine schleichen und die Geister in einem tollen Spiel vertreiben.

Es stellte sich bei der Bezahlung des Händlers dann aber heraus, dass dieser uns übers Ohr gehauen hatte. Wir hatten nun also ein großes Problem, da wir unbedingt den Zeitsand benötigten um die Sanduhr wieder in Gang zu bringen.

Einen Teil des Sandes - aber leider nicht genug - konnten wir uns einen Tag darauf in verschiedenen Workshops mit Batiken, Fackelbau, Duftseifenherstellung uvm. verdienen. Doch die Verwunderung war groß, als wir feststellen mussten, dass die Zeitsanduhr noch nicht funktionierte, denn zum Betrieb der großen Zeituhr benötigte man nicht nur den weißen Zeitsand, den wir uns hart erarbeitet hatten, sondern auch den Zeitsand in den Farben der Welt! Nun mussten wir also einen anderen Weg finden, den fehlenden farbigen Zeitsand zu verdienen.

Ein alter Mann der zufällig auch auf dem Lager war, hatte ein paar staubige Karten dabei, die er uns gab, in der Hoffnung, dass wir dort farbigen Zeitsand finden können. Nun begaben wir uns also in verschiedenen Gruppen am nächsten Tag zu einer Wanderung mit Übernachtung, auch Hajk genannt. Dieser Hajk führte uns bei gutem Wetter durch tolle Landschaften, vorbei an Burgen und durch Weinberge hindurch. Unser Lager für die Nacht bauten wir im Wald auf, wo wir den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen ließen.

Zurück im Lager am nächsten Tag hatten wir den nötigen Zeitsand beisammen und konnten glücklicherweise die Sanduhr wieder in Betrieb nehmen. Den letzten Abend verbrachten wir sehr gemütlich mit Gitarre und Liederbuch am Lagerfeuer.

Am nächsten Tag ging es dann an den Abbau der ganzen Zelte und zum letzten Abschlusskreis, bei dem wir wie immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge auseinander gingen. Einerseits freuten wir uns auf die Freunde daheim, andererseits aber waren wir traurig, dass das Lager mit so vielen tollen Menschen schon wieder vorbei war. Aber das nächste kommt bestimmt. Denn wir haben ja noch ZEIT.

 

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